© Hajo DietzNürnberg, Stadtteil Gostenhof
Wenn man die Altstadt durch das Spittlertor nach Westen Richtung Fürth verlässt, befindet man sich ab dem Plärrer im Stadtteil Gostenhof. Streng genommen liegt der Hauptteil der Gemarkung südlich der Fürther Straße, ja sogar bis über den Frankenschnellweg (A73) hinaus bis zur Fugger- und Witschelstraße. Der Westring bildet die Grenze Gostenhofs nach Westen, erkennbar auf dem Bild durch die Jansenbrücke links oben (über die A73) und die Theodor-Heuss-Brücke rechts oben vor dem Westfriedhof.
Aus dem Jahr 1311 liegen die ersten Zeugnisse des ehemaligen Straßendorfes vor, das zwischen dem 17. und 18. Jh. eine eigene, bastionsbewehrte Befestigungsanlage hatte. Aus dieser Zeit blieb einzig der Rochusfriedhof (im Vordergrund des Bildes) mit seinen historischen Gräbern übrig. Mit gleich drei wichtigen Ereignissen der Verkehrsgeschichte kann Gostenhof aufwarten: Die erste deutsche Eisenbahn fuhr 1835 durch den Stadtteil, 1843 wurde dort der Ludwigs-Main-Donau-Kanal eröffnet (heute nutzt der Frankenschnellweg sein ehemaliges Bett) und ab 1844 war Gostenhof Bindeglied der neuen bayerischen Süd-Nord-Bahn. Jüdische Hopfenhändler begründeten schließlich die Stellung des seit 1825 eingemeindeten Stadtteils als wichtige Handels- und Geschäftsvorstadt.
Gostenhof polarisiert heute wie kaum ein anderer Nürnberger Stadtteil. Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn. Letzteres dürfte in den vergangenen Jahren aber zugenommen haben, denn kaum irgendwo leben Kulturen und Lebensstile enger und bunter relativ friedlich beieinander. Neben den vielen Kneipen sind vor allem die alljährlichen Gostenhofer Galerietage erlebenswert, zu denen die meisten Künstlerateliers einem breiten Publikum ihre Türen öffnen.Aufnahmedatum:22. Mai 2007Pilot:Werner DeckerFluggerät:Helikopter Hughes 300Flughöhe:ca. 600 mBildnummer:G0522129Angeklickt: 4789 mal seit 25.11.2007Wie Sie Abzüge von diesem Bild bestellen können, erfahren Sie, wenn Sie hier klicken.


