© Hajo DietzNürnberg, Ortsteil Mühlhof
Der Ortsteil hat aufgrund seiner bedeutenden, namensgebenden Mühle eine lange Geschichte, die bis 1336 zurück geht. Weil der 'Mühlhof' vor allem das benachbarte Reichelsdorf versorgte, sprach man auch von der Reichelsdorfer Mühle. Vielen Patrizierfamilien (Waldstomer, Pfinzing, Derrer und Furtenbach) gehörte das Anwesen im Lauf der Jahrhunderte. Außer einer Mahlmühle für Getreide mit 3 Rädern entstanden auch ein Eisenhammerwerk sowie eine Schleif- und Drahtmühle.
Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde die seit 1585 dem Nürnberger Rat gehörende Mühle wieder aufgebaut und 1675 durch eine Papiermühle ergänzt. 'Mühlhofer Papier' der Verlegerfamilie Endter wurde zum Markenzeichen.
Als Mühlhof 1818 zunächst an Deutenbach angeschlossen wurde, handelte es ich bereits um ein stattliches Gewerbeanwesen mit 11 Haupt- und 8 Nebengebäuden (inzwischen unter Denkmalschutz) sowie 100 Einwohnern. Seine Blüte erlebten der Ort und die Fabrik unter der Übernahme und Modernisierung durch den Schwabacher Industriellen Johann Balthasar Stieber, der daraus die Leonischen Drahtwerke AG machte.
Nachdem Deutenbach ein Ortsteil Steins wurde, ging Mühlhof zusammen mit Krottenbach (im Bildhintergrund), Gerasmühle, Lohhof und Holzheim 1922 endgültig an Nürnberg.Aufnahmedatum:11. September 2008Fluggerät:Helikopter Hughes 300Flughöhe:ca. 600 mBildnummer:H0911357Angeklickt: 2255 mal seit 12.11.2008Wie Sie Abzüge von diesem Bild bestellen können, erfahren Sie, wenn Sie hier klicken.


