© Hajo DietzDie NS-Kongresshalle am Nürnberger Dutzendteich
Der Größenwahn der Nationalsozialisten wird in der unvollendeten Kongreßhalle (auch Kongreßbau genannt) besonders deutlich. Der Torso, dessen Grundsteinlegung während des Reichsparteitags 1935 statt fand und dessen Planung auf den Nürnberger Architekten Ludwig Ruff zurück geht, sollte eine so große, frei tragende Überdachung erhalten, dass man mit ihrer Ausführung bis heute Probleme hätte. Niemand wusste bis zur Einstellung der Bauarbeiten 1940, wie das geplante Glasdach realisiert werden sollte.
Der Bau misst 275 mal 265 Meter, sollte 60 Meter hoch werden und Platz für 50.000 Menschen bieten.
Nach dem Krieg sprach sich insbesondere der frühere Nürnberger Kulturreferent Hermann Glaser für den Erhalt des Bauwerks, aber für eine dem nationalsozialistischen Gedanken kontroverse, also möglichst triviale Nutzung aus. So diente sie vor allem als Lagerhalle. Heute findet sie mehr und mehr eine kulturelle Nutzung als Konzert- und Ausstellungsbau.
Insbesondere das im Nordwestflügel untergebrachte Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände (im Bild links), entworfen von dem für seinen dekonstruktivistischen Stil bekannten Architekten Günther Domenig, zieht Besucher aus aller Welt an.
Wenn Sie eine Luftaufnahme des gesamten Reichsparteitagsgeländes sehen möchten, klicken Sie hier.Aufnahmedatum:7. August 2008Fluggerät:Helikopter Hughes 300Flughöhe:760 m ü. NNBildnummer:H08071428Angeklickt: 3683 mal seit 06.01.2009Wie Sie Abzüge von diesem Bild bestellen können, erfahren Sie, wenn Sie hier klicken.


