Liebe KundInnen, liebe GeschäftspartnerInnen, liebe FreundInnen und liebe Fans interessanter Luftaufnahmen (ich probier gendermäßig mal alles durch, gibt ja viele Möglichkeiten ;)),

in und um Franken, in der Oberpfalz und im Norden Niederbayerns kennt ihn jeder, außerhalb fast niemand. Die Rede ist vom historischen Ludwig-Donau-Main-Kanal, der in diesem Jahr - um genau zu sein am 15. Juli 2021 - sein 175jähriges Bestehen feiert. An diesem Tag nämlich im Jahr 1846 wurde in Erlangen feierlich das so genannte Kanaldenkmal enthüllt. Zum ersten Mal in der Geschichte Europas war es gelungen, mittels eines Kanals zwischen Kelheim und Bamberg eine schiffbare Verbindung zwischen dem Donauraum und dem Rhein-Main-Gebiet herzustellen. So konnten Güter vom Schwarzen Meer bis zur Nordsee verschifft werden, die zuvor äußerst mühsam, teuer und gefahrvoll per Pferdekutsche über die Europäische Hauptwasserscheide transportiert werden mussten.

Der Bayerische König Ludwig I. gab elf Jahre zuvor das Projekt in Auftrag, übersah aber, dass praktisch zeitgleich die Eisenbahn als viel effizienteres, flexibleres und kostengünstigeres Verkehrsmittel Ihren Siegeszug antrat. So war dem "Alten Kanal", wie er von den Anrainern auch genannt wird, leider nur eine kurze wirtschaftliche Halbwertszeit vergönnt.

1992 schließlich wurde der "neue", der breitere Main-Donau-Kanal eröffnet (dessen 16 Schleusen von Bamberg bis Kelheim gezählt werden, deshalb die umgekehrte Bezeichnung), der auch für die heutige, leistungsfähigere Schifffahrt den im doppelten Sinn reibungslosen Warentransport auf dem Wasser ermöglichen sollte. Im Altmühltal hat er nicht nur den Alten Kanal bis auf ein paar Schleusendenkmäler quasi "geschluckt", sondern auch gleich den ganzen Fluss. Auf dem Bild sehen wir eines der letzten Relikte des Ludwig-Donau-Main-Kanals, die Schleuse 4 (von insgesamt 100) kurz vor Essing. Davor in "Personalunion" den Main-Donau-Kanal samt der von ihm überbauten Altmühl.

Dummerweise übersahen die Väter dieses modernen Kanalprojekts auch hier wieder den gerade stattfindenden Siegeszug des Containers, dessen Spezialschiffe zur möglichst wirtschaftlichen Nutzung etwas höhere Brücken erfordert hätten. So macht der Container nun den LKW-Transport auf den Autobahnen unschlagbar schnell, flexibel und billig. War's wieder nix mit der eigentlich recht guten Idee, alles günstig und klimaschonend auf dem Wasser befördern zu können.

Die wohl schönste Nutzung erfahren heute beide Wasserstraßen als Freizeitareal. Der Alte Kanal vor allem für Radfahrer, Wanderer und Angler, der neue zusätzlich für Passagiere von Flusskreuzfahrten. Und letztere kommen sogar aus der ganzen Welt.

Unter dem Schlagwort Ludwigskanal sind auf unserer Homepage viele Luftbilder des Alten Kanals online, teils vom Flugzeug, teils mit der Drohne aufgenommen. Eines unserer Videos zeigt die Einweihung des neuen Stelen-Info-Systems entlang der Wasserstraße, mit denen die Wasserwirtschaftsämter Radfahrer und Wanderer, die die alten Treidelpfade des Kanals heute gerne als Freizeitwege nutzen, über die Geschichte des 170 km langen Bauwerks informieren. Übrigens sehr zu empfehlen, Wandern und Radfahren an der frischen Luft sind schließlich auch in Pandemiezeiten am ehesten durchführbar.

Weiterhin happy distance, bleibt tapfer, wir haben es hoffentlich bald hinter uns ;)

Der schon mal erstgeimpfte Hajo Dietz und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nürnberg Luftbild

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 23. April 2021 | Bildnummer: 2104231184 | Zugriffe: 640

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