Cham, Bayerischer Wald, Luftbild

Das Tor zum Bayerischen Wald und zum Böhmerwald, aber auch die Stadt am Regenbogen, weil der Fluss Regen die Altstadt malerisch in einem weitem Bogen umschließt, wird der 15.500 Einwohner zählende Ort in der östlichen Oberpfalz genannt. Hervorgegangen aus der bereits im Jahre 976 erstmals urkundlich erwähnten Civitas Camma, die noch außerhalb des heutigen Stadtgebiets lag, entstand Cham ab dem 12. Jahrhundert an der Regenbiegung, auf die auch der keltische Name Camma hinweist. 1204 wurde Cham wittelsbachisch und entwickelte sich zu einem bedeutenden Holzumschlagplatz. Heute ist die etwa 60 km nordöstlich von Regensburg gelegene Stadt zentraler Wirtschaftsstandort der Region Oberer Bayerischer Wald und Verwaltungssitz des Landkreises Cham. Sehenswert ist vor allem die gut erhaltene Altstadt mit dem historischen Rathaus aus dem 14./15. Jahrhundert und der Pfarrkirche St. Jakob, die auf das 13. Jahrhundert zurückblickt und neubarock ausgestaltet ist. Eine Überraschung für jeden Besucher bietet das Glockenspiel im Rathausturm, von dem täglich um 12:05 die französische Nationalhymne, die Marseillaise, erklingt. Sie war bei ihrer Entstehung Nikolaus Graf Luckner, einem Sohn der Stadt, gewidmet worden, der sich im 18. Jahrhundert als Marschall von Frankreich große Verdienste um das Land erworben hatte.

Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 22. Juli 2013 | Bildnummer: N07220639 | Zugriffe: 4622

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