Die fränkische Weinhandelsmetropole Kitzingen, gelegen am Main etwa 20 km von Würzburg entfernt, geht auf ein Kloster aus dem 8. Jahrhundert zurück. Aus dem Jahr 1040 stammt die erste Erwähnung einer Siedlung unweit des Klosters, im Jahr 1300 wurde sie erstmals Stadt genannt. Häufiger Herrschaftswechsel kennzeichnet die Geschichte der unterfränkischen Stadt, in der 1482 das Kitzinger Weingesetz erlassen wurde, das festlegte, was im Wein enthalten sein durfte und was nicht. 1802 schließlich kam Kitzingen zu Bayern. Weithin bekannt ist die 20.000 Einwohner zählende Kreisstadt am Rand des Steigerwalds wegen des Deutschen Fastnachtsmuseums, das 1966 als offizielles Museum des Bundes Deutscher Karneval eingerichtet wurde. Es war ursprünglich im Wahrzeichen der Stadt, dem 52 m hohen Falterturm, wegen seiner schiefen Dachhaube auch “schiefer Turm” genannt, untergebracht. Heute hat es wegen der Baufälligkeit des 1469 bis 1496 als Teil der Stadtbefestigung errichteten Turmes eine neue Bleibe gefunden. Besonders sehenswert ist auch die Alte Mainbrücke, die auf das 14. Jahrhundert zurückgeht und einst Teil einer wichtigen Handelsstraße von Frankfurt nach Regensburg war.
 
Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 12. Oktober 2015 | Bildnummer: Q10120084 | Zugriffe: 4181

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