Frei fließende Gewässer wie hier der kleine Fluss Schwarzach in der Oberpfalz suchen sich Ihren Weg in der Landschaft. Sie weichen härteren Hindernissen oder dichtem Bewuchs aus und graben sich in die Landschaft ein. Oft winden sie sich in unzähligen Schleifen dahin und legen so das vielfache an Strecke zurück als würden sie geradeaus von A bis B fließen. Solch ein Fließverhalten nennt man Mäandern vom griechischen Wort Mäandros für die Flüsse Großer und Kleiner Mäander in Kleinasien im Westen der heutigen Türkei. Bereits in der Antike waren diese Flüsse für ihre zahlreichen Flussschlingen bekannt.
Flussauen wie diese sind die beste Vorbeugung vor Hochwasser. Naturräume, in denen sich der Fluss in Schmelzwasser- und Regenzeiten ausbreiten kann, um Überflutungen bebauter Flächen zu vermeiden. Die Wasserwirtschaftsämter und Naturschutzorganisationen bemühen sich daher um Renaturierungen, das heißt um den Rückbau von Kanalisierungen zu naturnahen Gewässerläufen.

Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 15. Mai 2013 | Bildnummer: N05151427 | Zugriffe: 6165

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