Kallmünz, Luftaufnahme

Die knapp 3000 Einwohner zählende Marktgemeinde Kallmünz liegt an der Mündung der oberpfälzischen Vils in die Naab und wird dominiert von der Burgruine auf dem Felssporn über dem Ort. Siedlungsreste belegen, dass hier bereits Kelten lebten. Die Burganlage selbst stammt aus dem Mittelalter und wurde 983 erstmals urkundlich erwähnt.

Einzigartig ist die über 100 Jahre alte und letzte noch genutzte Höhlenwohnung Deutschlands, erkennbar am Fuß der großen Felsformation unterhalb der Burg direkt hinter den Häusern.

Die Vils, der kleinere Wasserlauf in der linken Hälfte des Luftbilds, war im Mittelalter schiffbar, auf ihr wurden die Eisenerzeugnisse des "Ruhrgebiets des Mittelalters" von Amberg auf sogenannten Vilsplätten über Kallmünz weiter auf der Naab nach Regensburg gebracht, auf der Rückfahrt war wertvolles Salz das  Hauptladegut. Die Naab selbst kommt aus der Nordoberpfalz und dem Fichtelgebirge und mündet bei Mariaort kurz vor Regensburg in die Donau.

Kallmünz, zum Landkreis Regensburg gehörig, ist auch Heimat einer kleinen Künstlerkolonie, die ihren Ursprung 1903 hat, als hier die Maler Wassily Kandinsky und Gabriele Münter heirateten.

Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 18. Juni 2009 | Bildnummer: J0618324 | Zugriffe: 5187

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