Bad Wimpfen, Luftaufnahme

Die 7.000 Einwohner zählende Stadt Bad Wimpfen am Neckar nördlich von Heilbronn besteht aus zwei Teilen, der staufischen Oberstadt und dem Ortsteil Wimpfen im Tal, der auf dem Areal eines um das Jahr 98 errichteten römischen Kastells entstanden ist. Hier gab es in dieser Periode auch eine bedeutende Zivilsiedlung mit Mauern und Gräben, sie war Hauptort des Bezirks Civitas Alisinensium und war eine der größten Römerstädte Süddeutschlands. Im Mittelalter entstand hier das Stift Wimpfen, dessen hochgotische Stiftskirche St. Peter im Tal heute den Stadtteil prägt. Bad Wimpfen ist aber auch Kurstadt, nach der ersten erfolgreichen Soleförderung im Jahre 1817 eröffnete bereits 1835 das erste Kurhotel. Die Stadt erlebte einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, der 1930 in der Ernennung zum Bad gipfelte. Ein Kuriosum weist Bad Wimpfen noch auf. 1803 kam mit dem Reichsdeputationshauptschluss Wimpfen zu Hessen-Darmstadt. Noch heute betrachtet Hessen das Gebiet als staatsrechtlich zu Hessen gehörend, wenngleich es de facto voll in die baden-württembergische Verwaltungs- und Rechtsordnung integriert ist.

Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 30. April 2017 | Bildnummer: S04300273 | Zugriffe: 2373

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