Im Jahre 1975 begann der Bau des Atomkraftwerks Brokdorf an der Elbe. Schon bald darauf wurden zahlreiche Demonstrationen gegen das Projekt veranstaltet, die einen vierjährigen Baustopp erreichten. Als 1980 Gerüchte die Runde machten, es würde weitergebaut, kam es 1981 zur bis dahin größten Demonstration in der Geschichte der Bundesrepublik. Über 100.000 Menschen beteiligten sich an der nicht immer friedlich verlaufenen Aktion. Trotzdem wurde der Bau fortgesetzt. Nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl demonstrierten erneut hunderttausende Atomgegner, doch sie konnten nicht verhindern, dass der Reaktor am 8. Oktober 1986 in Betrieb ging. Erst Fukushima brachte ein Umdenken in der Politik und den Beschluss, das Kraftwerk 2021 stillzulegen.

Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 07. Mai 2018 | Bildnummer: T05071812 | Zugriffe: 916

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