Dom zu Speyer und Maximilianstraße

Speyer gehört zu den alten Rheinstädten, deren Wurzeln bis in die Römerzeit verfolgt werden können. Auch das Bistum Speyer geht auf Anfänge im 4. Jahrhundert zurück. Als Grablege der Könige und Kaiser aus dem Hause der Salier erlangte Speyer im 11. Jahrhundert eine zentrale Bedeutung für das damalige Heilige Römische Reich.

Kaiser Konrad II. ließ ab 1125/30 eine neue Domkirche errichten, die in zwei großen Bauphasen nach fast 60 Jahren als einer der größten Sakralbauten seiner Zeit vollendet wurde. Noch heute gehört er zu den größten romanischen Bauwerken überhaupt und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der sechstürmige Monumentalbau beherrscht weithin die Rheinebene.

Die salischen Herrscher verliehen der Stadt Speyer umfassende Privilegien, sie wurde zur Freien Reichsstadt. Das mittelalterliche Stadtgefüge, das in seinem Straßennetz bis heute weitgehend erhalten ist, ordnet sich um eine von West nach Ost führende Hauptstraße. Anfangs- und Endpunkt der heutigen Maximilianstraße sind ein Stadttor – das Altpörtel (im Bild nicht sichtbar) – und der gewaltige Westbau des Doms. Es handelt sich um eine der markantesten aus dem Mittelalter überlieferten städtebaulichen Achsen, die bewusst auf ein dominantes Bauwerk ausgerichtet sind.

Die Straßenachse erscheint jedoch nicht wie auf dem Reißbrett geplant mit schnurgeraden Fluchten, vielmehr zeigt sich sich mit sanften Schwüngen und im Westteil mit einer nachträglich eingefügten Häuserzeile, die die schmale Korngasse abteilt. Trotz der großzügigen, sicherlich von den Herrschern initiierten Stadtplanung sind die typischen Merkmale mittelalterlicher Stadtgestaltung prägend geblieben.

Text: Elmar Arnhold

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 02. Juni 2011 | Bildnummer: L06020834 | Zugriffe: 421

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