Kölleda, Luftaufnahme

Als Pfefferminzstadt wird die 6.100 Einwohner zählende Stadt Kölleda in Thüringen auch bezeichnet. Lange prägte der Arzneimittel- und Gewürzkräuteranbau die Stadt 24 km nördlich von Weimar, die als einer der niederschlagärmsten Orte Deutschland gilt. 1999 gelangte Kölleda mit dem größten Teebeutel der Welt, gefüllt mit 15 kg Pfefferminze, sogar in das Guinnessbuch der Rekorde. Schon im Jahre 786 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, erhielt 1392 Stadtrecht und kam schließlich 1815 zu Preußen. Neben interessanten Museen wie dem Funkwerkmuseum und der Dauerausstellung “Gegen das Vergessen”, die den Alltag der Luftwaffensoldaten und der Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg anschaulich darstellt, finden sich in der Altstadt noch etliche Zeugnisse der langen Geschichte des Ortes. Hervorzuheben sind hierbei zwei Kirchenbauten, die Johanniskirche, die auf das Jahr 1226 zurückgeht, und die Wippertuskirche, die 1496 geweiht und nach einem Brand 1542 wiederaufgebaut wurde. Auch das Rathaus von 1702 ist sehenswert, von den ursprünglich fünf Stadttoren ist noch das Backleber Tor von 1553 erhalten geblieben.

Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 25. Mai 2012 | Bildnummer: M05251391 | Zugriffe: 3344

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