Hildesheimer Dom, Luftaufnahme

Das Bistum Hildesheim wurde 815, ein Jahr nach dem Tod Karls des Großen, auf Initiative Kaiser Ludwigs des Frommen gegründet. Keimzelle der Stadt ist daher die Domburg, welche sich noch heute deutlich im Grundriss der Stadt abbildet. Sie war mit einer eigenen Befestigungsmauer umgeben, welche auf die Zeit Bischof Bernwards um 1000 zurückgeht und in Teilen bis heute erhalten ist.
Der Dom St. Mariä Himmelfahrt teilt die Domimmunität in zwei Plätze: den Großen und Kleinen Domhof. Die dreischiffige und kreuzförmige romanische Basilika stammt großenteils aus der Zeit des Bischofs Hezilo (Amtszeit 1054-1079) und erhielt im 15. Jahrhundert Seitenkapellen und im Norden eine spätgotische Vorhalle. Der reizvolle doppelstöckige Kreuzgang schließt an das Querhaus an und umschließt die Hauptapsis mit dem berühmten Tausendjährigen Rosenstock. 1945 wurde mit der Altstadt Hildesheims auch der Dom sehr schwer zerstört.
Einzigartig sind die Spitzenwerke der mittelalterlichen Ausstattung des Doms, so die Bernwardstüren von 1015, die Bernwardsäule, der Heziloleuchter und das um 1230 entstandene Taufbecken.
Seit 1985 gehören Dom und St. Michaelis in Hildesheim zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Text: Elmar Arnhold

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 07. Juni 2015 | Bildnummer: Q06070962 | Zugriffe: 4202

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