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Glienicker Brücke, Potsdam

Die Glienicker Brücke führt über die Havel und verbindet Berlin mit Potsdam (Bundesstraße 1). Das heutige Brückenbauwerk stammt von 1906/07, es handelt sich um eine Eisenfachwerkbrücke mit Zuggurten – diese Konstruktion verleiht ihr den Umriss einer Hängebrücke. Die größte Spannweite beträgt 74 Meter. Die Havel weitet sich im Norden der Brücke zum Jungfernsee (rechts) und südseitig zur Glienicker Lake.

Vorgängerbauten waren im 17. und 18. Jahrhundert Holzbrücken, die die preußische Hauptstadt mit der Nebenresidenz Potsdam verbanden. 1831 erfolgte ein steinerner Brückenbau nach Plänen Karl Friedrich Schinkels, der als integraler Bestandteil der umgebenden Parklandschaften von Klein-Glienicke und Babelsberg wirkte. Zu dieser Landschaft (heute UNESCO Weltkulturerbe) gehören auch Architekturen wie die spätklassizistische Villa Schöningen von Ludwig Persius (rechts oben).

Die Glienicker Brücke war während der deutschen Teilung (1949-1990) ein symbolischer Ort – eine Brücke, die nicht verband, sondern trennte. In die Schlagzeilen geriet das damals unpassierbare Bauwerk durch mehrere Agentenaustausche während des Kalten Krieges.

Text: Elmar Arnhold

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