Im Jahre 1934 kam es zum Zusammenschluss der mittelalterlichen Stadt Sulzbach mit der Industrie- und Bergbaugemeinde Rosenberg zur neuen Stadt Sulzbach-Rosenberg. Unser Luftbild zeigt die Altstadt Sulzbach mit der bis ins frühe Mittelalter zurückgehenden Schlossanlage, der größten Nordostbayerns, und den beiden markanten Kirchen. Die linke davon ist die katholische Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert, sie diente bis zur Erbauung der daneben stehenden evangelischen Christuskirche in den Jahren 1955 bis 1958 als Simultankirche. Einer Legende nach wurde Sulzbach im Jahre 1024 durch den Grafen Gebhard gegründet, tatsächlich belegen jüngste archäologische Grabungen, dass der Schlossberg bereits im 8. Jahrhundert besiedelt war. Große Bedeutung erlangte die Stadt an der Goldenen Straße von Nürnberg nach Prag in der Zeit von Kaiser Karl IV., der Sulzbach zur Hauptstadt von Neuböhmen machte. 1505 gelangte es an die pfälzischen Wittelsbacher, von 1656 bis 1790 war es sogar die Hauptstadt des Fürstentums Pfalz-Sulzbach. 1791 schließlich kam Sulzbach zur bayerischen Provinz Obere Pfalz. Bis ins 19. Jahrhundert, als 15 % der Einwohner Juden waren, galt Sulzbach als einer der bedeutendsten jüdischen Druckorte Europas.

Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 03. Juli 2010 | Bildnummer: K07030154 | Zugriffe: 4446

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