Im Jahre 1853 wurde zwischen Regensburg und Schwandorf die Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte gegründet, benannt nach dem Bayerischen König Maximilian II. Joseph. Wegen der dort befindlichen großen Erzlagerstätten wurde in der Gemeinde Rosenberg bei Sulzbach eine weitere, größere Maximilianshütte, errichtet, deren erster Hochofen 1864 angeblasen wurde. Das Werk florierte, so dass im Jahre 1892 die Hauptverwaltung nach Rosenberg verlegt wurde. Weitere Meilensteine in der Geschichte des Stahlwerks, das in seinen besten Zeiten 9.000 Arbeiter beschäftigte, waren der Erwerb der Aktienmehrheit durch Friedrich Flick 1929 und 1976 die Übernahme durch die Glöckner-Werke AG Duisburg. Doch der Niedergang der Schwerindustrie in der mittleren Oberpfalz zeichnete sich bereits ab. Schon 1964 wurde in der benachbarten Luitpoldhütte in Amberg der letzte Hochofen stillgelegt, die Maxhütte ging 1987 zum ersten Mal in Konkurs. 1993 übernahm der Freilassinger Bauunternehmer Max Eicher das Unternehmen, er konnte das Ende nicht verhindern. Am 23. September 2002 erfolgte der letzte Hochofen-Abstich, nur das rentable Rohrwerk außerhalb des Hüttengeländes ist bis heute in Betrieb.

Text: Helmut Lindorfer

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 01. Juli 2008 | Bildnummer: H07011398 | Zugriffe: 5509

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