Castell in Unterfranken, Luftaufnahme

Castell liegt am westlichen Ausläufer des Steigerwalds im Landkreis Kitzingen und wurde erstmals im Jahr 816 urkundlich erwähnt. Der Name „Castell“ (lateinisch: castellum für Burg), den auch die Fürstenfamilie trägt, lässt darauf schließen, dass bereits damals eine Burg existierte. Die heutige politische Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Castell, Forsthaus, Geiersmühle, Greuth, Gründleinsmühle, Trautberg und Wüstenfelden. Castell hat etwa 830 Einwohner. Der Stammsitz der Fürsten zu Castell-Castell ist bekannt durch seine exquisiten Weine

Der Hauptsitz der Fürstlich Castellschen Bank – der ältesten bayerischen Bank, die auf eine Geschichte bis ins Jahr 1774 zurückblicken kann – findet sich in Castell, wie auch das Fürstlich-Castellsche Domänenamt, das den Ausbau der bekannten Weine verantwortet. Die in den Weinbergen üppig wachsenden Wildtulpen geben dem im Frühjahr stattfindenden Weinbergstulpenblütenfest seinen Namen, das von vielen Besuchern gerne zum Frühschoppen besucht wird.

In Castell dominiert das frühbarocke Schloss der Fürsten zu Castell-Castell mit seinem englischen Landschaftspark, der Veranstaltungsort ist für verschiedene Angebote wie eine prächtige Gartenausstellung oder das Sommerfest des Fürsten, zu dem geladene Gäste ein jedes Jahr interessanteres Konzert in der Alten Reithalle genießen dürfen. Daneben sind die St. Johannes-Kirche, das Badehaus des Wildbades und die Burgruinen des früheren Oberschlosses sehenswerte Ziele.

Text: Carolin Froelich

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 27. Juli 2009 | Bildnummer: J07270846 | Zugriffe: 4294

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