Der Burgplatz ist die geografische und ideelle Mitte der Stadt. Seine Anlage geht auf eine Wasserburg zurück, die wohl schon im 10. Jahrhundert zwischen zwei Okerarmen errichtet wurde. Der mächtige Sachsenherzog Heinrich der Löwe baute die Burg im späten 12. Jahrhundert zu einer repräsentativen Residenz aus. Dazu gehörten der nach dem Vorbild der Kaiserpfalzen gestaltete Palast mit Kapelle und Kemenate sowie die 1173 begonnene Domkirche, die im Mittelalter jedoch keinen Bischofssitz beherbergte. Der Dom birgt herausragende Kunstschätze, die noch im Auftrag Heinrichs, sowie in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts geschaffen wurden. Die Grablege Heinrichs (gestorben 1195) und seiner Gemahlin Mathilde gehört hier zu den Hauptsehenswürdigkeiten.
Die Burg Dankwarderode wurde, nach einem Brand, 1887-1906 im Sinne des Historismus völlig neu errichtet. Weitere Schmuckstücke am Burgplatz sind das klassizistische Vieweghaus (Landesmuseum) und die Fachwerkhäuser an der Nordseite des Platzes.

Text: Elmar Arnhold

© Hajo Dietz | Aufnahmedatum: 07. Juni 2015 | Bildnummer: Q06071286 | Zugriffe: 4041

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